| **** beinhaltet meinen Cocker- Fave, mit dem von Randy Newman (der auch Piano spielt) geschriebenen Guilty zudem noch eine Perle, unterm Strich gute Arbeit. ebenfalls auf der Gästeliste: Ray Parker Jr. an der Gitarre! |
| ****** Die Tatsache, daß Joe Cocker neben Eric Burdon der wohl beste weiße Bluessänger ist, wird wohl keiner in Frage stellen. In seiner unnachahmlichen und manchmal etwas ungelenk erscheinenden Art gelang es Joe stets, auch aus mittelmäßigen Kompositionen kleine Kunstwerke zu schaffen. Wie z.B. sein erster Hit „With A Little Help From My Friends“, eine Nummer aus der Feder von John Lennon und Paul McCartney. In der Originalversion der Beatles klingt diese Nummer eher harmlos, Joe machte daraus eine gewaltige Rocknummer und landete damit Ende 1968, Anfang 1969 einen internationalen Superhit. Fortan galt er als eine der großen Sensationen der Rockmusik, der mühelos die Zuschauermassen in die größten Hallen und Stadien lockte. Um möglichst viel Geld aus seiner vor allem in den USA immensen Popularität zu schöpfen, hetzte ihn sein Management 1970 in nur 56 Tagen durch 48 amerikanische Städte. Diese Tournee wurde unter dem Titel „Mad Dog And Englishmen“ auf Film und auf Platte festgehalten. Von den riesigen Einnahmen dieses Erfolgsprojekts erhielt Joe gerade einmal 862 Dollar. Mit einem Nervenzusammenbruch zog er sich erst einmal aus dem Showgeschäft zurück und flüchtete sich in Alkohol und Drogen. 1972 holte ihn sein Management zurück ins Rampenlicht, doch war er aufgrund seines katastrophalen Zustand kaum in der Lage, vernünftige Konzerte zu geben. So mußte u.a. eine Australientournee abgebrochen werden, nachdem er wegen Rauschgiftbesitzes verhaftet worden war. Trotz all dieser Widrigkeiten liefen seine Platten nach wie vor gut, vor allen in den USA. Hier konnte er mit „Delta Lady“ (1969), „She Came In Through The Bathroom Window“ (1969), „The Letter“ (1970), „Cry Me A River“ (1970), „High Time We Went“ (1971), „Feelin‘ Alright“ (1972), „Midnight Rider“ (1972), „Woman To Woman“ (1972) und „Pardon Me Sir“ (1973) eine Reihe respektabler Hits landen. 1974 schien es mit Joe Cocker gesundheitlich wieder aufwärts zu gehen. Ein Beleg dafür ist das in diesem Jahr erschienene Album „I Can Stand A Little Rain“. Das Album enthält 10 in den Jahren 1973 und 1974 unter der Regie von Jim Price entstandenen Aufnahmen. Zumindestens stimmlich bewies Joe, daß er wieder ganz der Alte war. Musikalisch bietet er auf „I Can Stand A Little Rain“ eine ausgewogene Mischung aus kernigen Bluesrock und teilweise besinnlichen Balladen. Bis auf das temperamentvolle „I Get Mad“ interpretiert Joe Fremdkompositionen. Allerdings begnügt er sich nicht mit dem bloßen Nachsingen, sondern haucht den Liedern in seiner unnachahmlichen Art soviel Leben ein, daß man meinen könnte, die Lieder wären extra für Joe komponiert worden. So werden selbst durchschnittliche Kompositionen wie z.B. Jimmy Webbs „The Moon Is A Hard Mistress“ zu einem kleinen Ereignis. Wie er schließlich Billy Prestons „You Are So Beautiful“, Allen Toussaints „Perfomance“ und Randy Newmans „Guilty“ interpretiert, ist schlichtweg grandios und gehört zum Besten, was er je aufgenommen hat. Und das er mit dem grandiosen „You Are So Beautiful“ Anfang 1975 in den USA einen Tophit landen konnte, ist schon eine feine Sache. Mit „I Can Stand A Little Rain“ ist Joe Cocker ein sehr schönes, teilweise sehr emotionsgeladenes Album gelungen. Kurzum, es ist eines seiner besten Werke überhaupt. |
| ***** Wohl eins seiner besten Studioalben. Vor allem die langsamen Stücke kommen sehr gut rüber, natürlich gekrönt durch "You Are So Beautiful". |