Wenngleich wir derzeit wieder eine Welle dancelastiger Produktionen, welche die Charts stürmen, erleben, klafft im Hinblick auf die Arrangementqualität doch eine eklatante Lücke zwischen den Songs von Lady GaGa & Co. und dem vorliegenden bulgarischen ESC-Beitrag, dessen plastizierte Instrumentierung reichlich billig anmutet. Die solide 2 passt.
Jüngere Fachpersonen meines Umfelds erachten das Werk als durchaus dem Soundgeschmack der dancenden Jugend entsprechend. Meines Erachtens jedoch eine billige und schrille Produktion, welche auch in Sachen Optik keinerlei Sympathie zu wecken im Stande ist; maximal eine Zwei!
Sofi Marinowa ist in ihrer Heimat Bulgarien ein echter Star, entsprechend souverän präsentiert sie ihren auf mehreren Sprachen gesungenen Song "Love Unlimited". Stimmlich etwas schrill, dafür überzeugt Sofi mit einem an diverse Urlaubshits erinnernden Sound. Aber großer Nachteil für sie, direkt nach dem starken Titel aus der Ukraine auftreten zu müssen, der auf Anhieb eingängiger ist. Vielleicht hilft es ihr ja wie bei den Proben keinen BH zu tragen - die männlichen Milf-Liebhaber werden begeistert johlen!
Bis auf einmal konnte man sich bei Bulgarien als Konkurrent stets sicher sein, dass einer der hinteren Plätze im Halbfinale bereits vergeben ist. Diesmal dürfen fünf Mädels an den Start gehen, die gar nicht so viel Englisch singen, wie man beim Titel vielleicht vermuten könnte. Genauer gesagt habe ich kein einziges englisches Wort gehört. Was mir bei diesem Song auffällt, ist der sehr an den rumänischen Exportschlager Inna erinnernde Hintergrundsound. Gesanglich tönt Inna aber leider doch deutlich angenehmer als das hier.
Tönt (abgesehen von der Stimme) her wirklich wie eine 1:1 Kopie von Inna. Nur bringen Inna's Songs immerhin Sommer-Feeling und gute Laune mit, dieser hier ist nur belanglos. Würde mich nicht wundern wenn's im Halbfinale ausscheiden würde...
Dieser Track wird Bulgarien am ESC 2012 in Baku vertreten.
Ja mir kam auch Inna bei den Beats in den Sinn..neben den eher vielen ruhigeren Beiträgen im 2012 mal eine Abwechslung, finde aber die Stimme der Interpretin streckenweise leicht nervend, was als Minuspunkt angerechnet werden muss.