Für mich einen Tick besser als "Little Earthquaqes", aber kommt nicht ganz an "Under The Pink" heran. Ein sehr anstrengendes, forderndes Album, muss zugeben, dass ich jeweils meine liebe Mühe habe, die weit über eine Stunde Laufzeit ohne Kopfschmerzen durchzustehen!
Ich finde auch, dass ihre Stimme auf keinem anderen ihrer Alben so sehr nach Kate Bush tönt wie hier, was ja nicht unbedingt etwas schlechtes heissen muss.....
Die 3 kurzen Zwischenspiele brauche ich zwar nicht, ansonsten ist es tadellos. Mal Frau, dann Mädchen, mal Gott, dann Teufel. Emotional und inspirierend wie immer. Eine der erstaunlichsten weiblichen Künstlerinen der letzten 15 Jahre..
Denoch klar keine 5* wert. Laatst gewijzigd: 09.04.2011 20:05
Hängt m.E. deutlich hinter "Under The Pink" zurück... Finde leider nichts ausser 'Caught A Lite Sneeze' und 'Professional Widow', das mich so richtig erwärmt...
Gewöhnlich ist es die dritte Platte, an der sich ablesen läßt, ob ein(e) Künstler(in) genügend Substanz hat, oder ob die Schaffenskraft ausgeschöpft ist. Diese Probe bestand Tori Amos mit Bravour, ja, sie lieferte gar einen 70-minütigen (!) schlagenden Beweis ihrer Songschreiber- und instrumentalen Qualitäten. So subtil, zugleich aber auch düster waren ihre Kompositionen noch nie. Aber ohne das blasphemisch-perverse Element in ihrer Persönlichkeit ("Father Lucifer") wären ihre - übrigens vorzüglich produzierten - Songs nur halb so interessant. Dennoch: Ein kommerzieller Erfolg wird diesem introvertierten Album wohl kaum beschieden sein, dazu sind die Refrains nicht eingängig, die Rhythmen nicht zwingend genug. »Boys For Pele« erschließt sich erst nach intensivem Hören, die leisen Klänge ihres Bösendorfer-Flügels hallen dafür aber umso länger nach. (pw)